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von Metin

Krankenkasse und Sofortkredit?

Die Krankenversicherungen, egal ob gesetzlich oder privat, sind zunächst natürlich dafür da, die Gesundheitskosten für ihre Mitglieder zu tragen. Dabei werden sämtliche Leistungen, die durch Ärzte erbracht werden, Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte übernommen. Allerdings müssen Patienten Zuzahlungen leisten, wenn sie gesetzlich versichert sind, bei der privaten Krankenversicherung dagegen werden meist Selbstbehaltvereinbarungen getroffen, so dass ein bestimmter Betrag jährlich aus eigener Tasche gezahlt werden muss. Einzelne Leistungen werden hierbei jedoch vom Selbstbehalt ausgenommen, je nach Tarif. Meist handelt es sich um die Zahnbehandlung oder Krankenhausaufenthalte. Für diese Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen werden natürlich auch Beiträge fällig. Diese sind monatlich zu zahlen, meist durch direkten Abzug vom Einkommen, bei Selbstständigen dagegen durch Überweisung oder Bankeinzug.

Kreditvergabe nicht möglich

Obwohl immer wieder das Gerücht kursiert, dass man bei der Krankenversicherung beispielsweise einen Sofortkredit beantragen kann, ist dies nicht richtig. Möglich ist lediglich eine Beleihung bei Lebens- oder Rentenversicherungen. Bei der Krankenversicherung dagegen kommt es nicht zur Kreditvergabe. Höchstens kann ein Zahlungsaufschub gewährt werden, etwa für die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt, die erst im Anschluss an den Aufenthalt in Rechnung gestellt werden. Der Kredit im eigentlichen Sinne wird von der Krankenversicherung dagegen nicht gewährt. Möglich ist lediglich eine Kreditvergabe vom Versicherer, die jedoch nicht über die Police der Krankenversicherung läuft. Diese Gerüchte sind so also nicht tragbar. Die Krankenversicherung muss in ihrer eigentlichen Form lediglich dafür sorgen, dass ihre Versicherten mit allen medizinisch notwendigen Maßnahmen versorgt werden und die Kosten hierfür übernehmen.

Leistungen der Krankenversicherungen

Die Leistungen sind dabei allerdings recht unterschiedlich, zumindest im Bereich der privaten Krankenversicherung. Bei den gesetzlichen Versicherungen sind die Leistungen zu 99 Prozent gleich, lediglich einige Sonderformen der Behandlung werden von mancher Krankenkasse zusätzlich übernommen. Bei der privaten Krankenversicherung kann man sich, sofern man Kosten sparen will, für den Basistarif entscheiden. Er beinhaltet allerdings nur die Leistungen, die auch von der gesetzlichen Kasse gezahlt werden. Bei einem anderen Tarif können mehrere Bausteine frei miteinander kombiniert werden. So sind grundsätzlich die Kosten für Sehhilfen in den Tarifen eingeschlossen. Auch die Zahnbehandlung ist fast immer vollständig eingeschlossen. Beim Zahnersatz sieht es dagegen anders aus, hier sind übernommene Kosten in Höhe von 50 bis 100 Prozent möglich, je nach Tarif. Der Vorteil besteht allerdings darin, dass es bei der privaten Krankenversicherung keinen Festzuschuss gibt, sondern der prozentuale Anteil der tatsächlichen Kosten übernommen wird. Bei Krankenhausaufenthalten muss in der Regel keine Selbstbeteiligung erfolgen. Das bedeutet, dass diese Kosten meist vollständig übernommen werden, doch gibt es hier ebenfalls Unterschiede. Des Weiteren kann ein Hausarztmodell vereinbart werden, um günstigere Beiträge zu erhalten. Dieses besagt, dass mit jeder Erkrankung zunächst der Hausarzt aufgesucht wird, der den Patienten dann zum jeweiligen Facharzt überweist. Warum Vergleiche so wichtig sind Aufgrund der enormen Unterschiede zwischen den Leistungen bei der privaten Krankenversicherung sollte zudem darauf geachtet werden, einen gründlichen Vergleich durchzuführen. Dabei ist ebenfalls zu bedenken, dass bei der privaten Krankenversicherung beispielsweise der Patient immer nur für sich selbst, nicht jedoch für eine Gemeinschaft verantwortlich ist. Die Höhe der Beiträge richtet sich deshalb nicht nach seinem Einkommen, sondern vielmehr nach seinem Gesundheitszustand. Wer jung und gesund ist, zahlt deutlich geringere Beiträge. Deshalb ist es auch wichtig, sich bereits in jungen Jahren für die richtige Krankenversicherung zu entscheiden. Denn bei einem späteren Wechsel, gilt das höhere Eintrittsalter als Grundlage für die Berechnung der anfallenden Beiträge. Außerdem ist ein Wechsel der privaten Krankenversicherung dann häufig mit dem Verlust der Altersrückstellungen verbunden. Diese werden bereits in jungen Jahren aufgebaut, um die explodierenden Beiträge im Alter zu vermeiden. Es zeigt sich also, dass die Wahl der richtigen privaten Krankenversicherung keinesfalls leicht ist, sondern vielmehr wohl überlegt sein will. Nur so kann man die besten Leistungen und die geringsten Beiträge finden.

11:11 Uhr 24.11.2010

johann-georg sagt:
Tolle Seite, hat mir jetzt echt weitergeholfen, werde ich gleich meinen Freunden weiterempfehlen!!!

09:35 Uhr 24.10.2010

Ruth sagt:
3. Es ist hier viel besser als sonst wo.

15:21 Uhr 23.10.2010

Alcide sagt:
Ich finde es spitze, was ihr hier macht – bin gespannt auf die nächsten Beiträge!

16:42 Uhr 22.10.2010

Eberhard sagt:
Ich hätte es nicht besser formulieren können. Super!